Superbike*IDM 2016 | Lauf 6 in Assen

Superbike*IDM 2016 | Lauf 6 in Assen

Assen im Nassen – ein Mini-Reim, der in diesem Jahr wohl für nahezu jede Motorrad-Veranstaltung auf dem ehrwürdigen TT Circuit Assen, der „Cathedral of Motorsports“ zu gelten scheint. Und auch ich habe meinen Geburtstag, der auf den Anreisetag nach Assen fiel, schon „schöner“ aber selten feucht-unfröhlicher ;) verbracht. Denn nach gut 4h auf überfüllten Autobahnen, bei gefühlten 7° und mit durchgehendem Dauerguss, war ich mehr als nur froh und dankbar, endlich aus der Regenkombi schlüpfen zu können und meine geliebte Unterkunft in Assen zu beziehen (ja, in NL kann man sich auch als Motorsportfotograf noch ein Zimmer leisten!).
Die warme Dusche hingegen war eines der schönsten „selbstgemachten“ Geburtstagsgeschenke überhaupt! :)

So richtig überrascht und beschenkt wurde ich dann aber von meinen unfassbar lieben Kollegen der Interessengemeinschaft Gespannrennen (IGG), von der wundervollen Monja und ihren beiden tollen Männer, Marc und Luca. Die haben mich am Abend kurz angefunkt (weil sie mich eigentlich – wie üblich – mit Zelt im Fahrerlager erwartet hatten) wo ich denn wäre und sind dann zu mir in meine Pension gekommen. Mit Geburtstagsständchen, herzlichen Glückwunschsumarmungen und einer selbstgekauften Erdbeer-Torten-Leckerei. Wer mich kennt der weiß, dass ich durchaus auch mal näher am Wasser gebaut bin. Aber das waren Freudentränchen, die ich dort verdrückt habe. So etwas gibt es – davon bin ich fest überzeugt – nur innerhalb der IDM-Familie.
Dafür an dieser Stelle Euch dreien nochmals einen allerherzlichsten Dank! I love you all – wie Michael J. immer zu sagen pflegte… :)

Zum Superbike*IDM Wochenende in Assen gibt es sonst nicht all zu viel zu berichten. Assen war eine meiner ersten Rennstrecken, an denen ich professionell fotografiert habe. Mit ein paar Rennen außerhalb der IDM war ich dieses Jahr bereits zum vierten Mal dort und kenne meine Stellen, die Strecke und die auch – gerade im Vergleich zu den beiden vorherigen Events in Zolder & Schleiz – nahezu perfekte Infrastruktur. Tolles Media-Center, großzügige Rettungswege, die per Roller noch schneller zu berasen sind (allerdings habe ich nicht das Tempo von Marc Marquez auf dem Rettungsweg erreicht ;) ), nettes Personal usw. So macht arbeiten wirklich Spaß – denn es wird einem so einfach und unkompliziert wie möglich gemacht.

Das wir in Assen – trotz erneutem Gaststart der ONK-Fahrer und vieler Niederländer im regulären IDM-Starterfeld – dort nur wenige Zuschauer haben, trübt die Freude immer etwas. Vor allem, nachdem ich dieses Jahr ja bei der World-SBK dort gesehen und gehört habe, wie die Stimmung in Assen bei 50.000 oder mehr Zuschauern sein kann.

Was mir meine Arbeit allerdings etwas erschwert hat, war das immer noch fehlende Canon 70-200 sowie die zusätzlich fehlende EOS 5D Mk III. Beides hatte ich – nachdem das Objektiv ja in Schleiz den Geist aufgegeben hatte – direkt nach meiner nächtlichen Rückfahrt aus Schleiz am darauffolgenden Montag nach Willich zum Canon Professional Service (CPS) zur Reparatur gebracht. Eigentlich die Kameras (hatte 5D Mk III sowie die 7D Mk II auch da gelassen) nur zu einem Mid-Season Check & Clean. Dummerweise ist aber bis zum Abreisetag nichts an den Kameras / dem Objektiv gemacht worden. Die 5D hatte dazu auch noch einen sog. „Auflagemaß-Fehler“ – was immer das bei einer bis dahin tadellos funktionierenden Kamera heißen mag – und so bekam ich am Dienstag vor Assen einen wundervollen Kostenvoranschlag für die Reparaturkosten, die mich das komplette Honorar der ersten 4 IDM Rennen kosten.
Wut, Unverständnis, Traurigkeit, Missvertrauen und was es sonst noch so an blöden Gefühlen gibt begleiten mich seither diesbezüglich…

Aber letztlich nutzt es alles nix. Ich bin auf mein Equipment als Arbeitsgerät angewiesen. Und wenn der Hersteller mir sagt, dass da was „kaputt“ ist, muss ich mich darauf verlassen (können!). Ob die Kamera wirklich für fast 550 EUR repariert werden muss, weiß ich nicht. Das Objektiv war defekt – da beißt die Maus keinen Faden ab.
Das ich die 7D dann aber am Abreisetag morgens in Willich quasi „unangetastet“ zurück bekommen habe (Check & Clean kann UNMÖGLICH gemacht worden sein, ich habe vor Ort noch den Dreck aus Schleiz von der Kamera mit Spucke abgewischt!), lässt mich etwas am Service zweifeln. Nun gut, zum Glück habe ich noch meine alte Ur-7D als Drittbody und konnte in Assen somit zumindest mit zwei Kameras und der bekannten Objektiv-Kombination aus Schleiz arbeiten.

Die Galerie aus Assen findet Ihr auch online auf meiner Galerieplattform.

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