Saisonrückblick IDM | Lauf 1 – Lausitzring

Nun ging es also los, mit meinem „Motorsport-Jahr“, beim Auftaktrennen der Superbike*IDM und ihrer Nebenklassen in der Lausitz.

Glücklicherweise konnte ich kurzfristig noch ein halbwegs bezahlbares Zimmer in einer Pension / einem Gasthaus relativ nah am Eurospeedway ergattern und auch das väterliche „Mietauto“ konnte für das verlängerte Wochenende (Donnerstag Anreise & Streckenbegehung, Freitag bis Sonntag IDM und Sonntag Abend / Nacht dann die Rückreise) noch geliehen werden.

Dank der Unterstützung von meinem Fotofachhändler, der Firma Calumet Photographic aus Hamburg, konnte ich für den Auftakt auch wieder auf ein Canon Supertele (EF 400 2.8 IS I) zurückgreifen, welches mir für relativ kleine Mietgebühren zur Verfügung gestellt wurde.

Also wieder Ausrüstung / Equipment für gute 25 kEUR ins Auto gepackt, das neue (war leider auch nötig) MacBook-Pro nebst diversen Speichermedien, externen Festplatten, Kartenlesern usw. dazu und ab ging die Fahrt in den wilden Osten unserer Republik, den ich in diesem Jahr noch des öfteren besuchen sollte.

Vor Ort angekommen erwartete mich eine top-moderne und relativ neue Rennstrecke (groß, sehr groß, weitläufiges Areal) sowie eben meine Pension mit dem Charme der 70er DDR Zeiten. Aber nette Wirtsleute, sauber und sehr leckeres Essen (auch wenn ich das nur am ersten Abend genießen konnte) – mehr braucht es an so einem Wochenende auch nicht.

Danach folgten die drei Trainings- und Renntage von insgesamt 9 Rennklassen, die sich nacheinander in ihren diversen Turns auf der Strecke befanden und die ich halbwegs versucht habe alle irgendwie „repräsentativ“ abzulichten.
Ich bin – wie auch den Rest des Jahres – an der Strecke ausschließlich zu Fuß unterwegs gewesen. Das hat für mich – gerade bei den vielen neuen Rennstrecken, die ich zum ersten Mal in diesem Jahr besucht habe – den Vorteil, dass ich wirklich an nahezu jeder Stelle nach interessanten Bildmotiven Ausschau halten kann. Hat aber den (zeitlichen) Nachteil, dass ich eben nicht – wie die erfahrenen Kollegen auf Scootern / Rollern – mal eben schnell den Standort wechseln kann und ich somit pro Turn eher nur 2-3 nah beieinander liegende Stellen ablichten kann.

Der „Arbeitstag“ begann für mich morgens um 6:30 – 7:00 Uhr und endete abends (nach Bildsichtung, Sortierung zu den einzelnen Klassen, Erstentwicklung der Top-Motive und online-stellen von ein paar Auswahlmotiven) gegen 23:00 – 24:00 Uhr.
Am Sonntag wurde morgens direkt aus der Pension ausgecheckt und das ganze Gepäck verstaut, dann den ganzen Tag über fotografiert und abends ging es – gegen 17:30 Uhr – direkt von der Rennstrecke auf die ca. 6h Heimfahrt. Um 1 Uhr war ich dann – nachdem das Auto wieder seinem Besitzer übergeben war – Zuhause bzw. fiel einfach nur noch ins Bett.

Es folgten weitere 5 Arbeitstage à ca. 14h, in denen ich die über 20.000 Bilder vom Wochenende gesichtet, ausgewählt, entwickelt und in diversen Galerien online zur Betrachtung bzw. zum Kauf veröffentlicht habe.
Auch ihr könnt Euch die Galerien mit knapp 2.500 finalen Bildern hier anschauen.

Bilanz des Wochenendes:
1.300km Autobahn, gute 120h an „Arbeitszeit“, über 200 GByte an Bilddaten (ich fotografiere immer / alles in RAW), 2.500 veröffentlichte Bilder (es dürften aber nochmals 1.000 – 2.000 „ungenutzt“ auf der Platte liegen), über EUR 650,– an Kosten (Mietobjektiv, Sprit, Pension, Essen / Trinken vor Ort).
Erlöse aus Bildverkäufen: EUR 580,– (einige Fahrer aus der Gladius Trophy & GSX-R Challenge sowie 2 Bilder an das Motorrad Magazin).

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Photographie Andreas Weinand background image
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